Das Nürnberger Erinnerungsparlament rückte bewusst nicht die Geschichte des Nationalsozialismus in den Vordergrund, sondern Fragen der Erinnerung an jene Vergangenheit: Welche Formen der Erinnerung gibt es? Welche subjektiven oder diskursiven Erinnerungspositionen und Erinnerungsperspektiven?
Somit ging das Erinnerungsparlament weit über die übliche Form des Zeitzeugengesprächs hinaus:
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Erstens traten die Vertreter der ersten Generation nicht einfach als Zeugen einer vergangenen Zeit auf, sondern als in besonderer Weise (sich und die anderen) erinnernde Mitmenschen. Vor dem Hintergrund ihrer gesamten persönlichen Geschichte haben sie einen spezifischen Blick auf und beachtungswürdige Forderungen an die Gegenwart.
Hier geht es zu den Berichten aus Sektion A: Jugendliche sprechen mit Zeitzeugen
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Zweitens wurde Vertretern der Nachkriegsgeneration ein ebenso großer Raum eingeräumt wie Zeitzeugen. Angehörige der "zweiten Generation" berichteten über ihre Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit, ihre Erfahrungen mit den Erinnerungsblockaden der deutschen Gesellschaft sowie ihre Hoffnungen für die Gegenwart.
Hier geht es zu den Berichten aus Sektion B: Jugendliche sprechen mit Vertretern der zweiten Generation
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Drittens folgten auf diese Workshops mit Vertretern der ersten und zweiten Generation zwei Sektionen, die der Diskussion konkreter Erinnerungsprojekte sowie der Analyse gegenwärtiger Tendenzen der Erinnerungspraxis in Deutschland dienten. Hier sollte die Perspektive von Vertretern der dritten oder vierten Generation in den Mittelpunkt gerückt werden.
Hier geht es zu den Berichten aus Sektionen C und D: Erinnerungsprojekte und Analysen
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Viertens schloss jede Sektion mit einem Zwischenplenum, in dem jugendliche "ChronistInnen" aus den Einzelveranstaltungen berichteten. Die Jugendlichen rückten hier in die Position der Verantwortung für eine gesellschaftlich verallgemeinerungsfähige Erinnerung.
Bericht über den Verlauf der Zwischenplenen
Die unter oben stehenden Links zu lesenden Berichte wurden von jungen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der am Nürnberger Erinnerungsparlament 2002 beteiligten Vereine und Institutionen verfasst.