
Zum Abschluss möchte ich anmerken, dass das Erinnerungsparlament nicht nur eine gute Idee war, sondern auch in der Praxis hervorragend funktioniert hat. Es kamen tatsächlich Menschen aus verschiedenen Generationen miteinander ins Gespräch über die deutsche Vergangenheit, die sich sonst wohl kaum zusammengefunden hätten. Und es war schön zu sehen, wie sehr sich die Jugendlichen für die Zeitzeugenberichte und die Sichtweise der 68er interessiert haben und wie sie sachlich ihre Meinung dazu geäußert haben. Deutschland hat noch lange nicht mit seiner Vergangenheit abgeschlossen und nach dieser Veranstaltung glaube ich, dass das Dritte Reich auch in absehbarer Zukunft nicht ad acta gelegt wird. Vielleicht ist das das wichtigste Ergebnis des Erinnerungsparlaments.
Christoph Ulrich,