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Beobachter des Nürnberger Erinnerungsparlaments 2002 zeigten sich erstaunt über Intensität und Qualität der dort geführten Gespräche oder Debatten. Besonders das Engagement der Jugendlichen TeilnehmerInnen beeindruckte.
Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, wie notwendig öffentliche Überlegungen zum Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands sind. Denn wir befinden uns noch auf der Suche nach einer angemessenen und tragfähigen Sprache des Erinnerns.
Diese Seite will zur Fortsetzung der Debatte anregen. Hier beziehen Angehörige verschiedener Generationen Stellung zur Frage der Erinnerung.
Fragestellungen wie die folgenden stehen dabei im Zentrum:
- Welche Bedeutung hat die NS-Vergangenheit für mein Denken und Leben?
- Wo sind die Auswirkungen von NS und Holocaust auch gegenwärtig noch spürbar? Oder ist alles nur Geschichte?
- Wie erlebe und beurteile ich den Umgang mit der NS-Vergangenheit in der deutschen Öffentlichkeit? Wie läuft das z. B. in der Schule? Wird vielleicht schon viel zu viel über das Thema geredet? Läuft hier etwas falsch?
- Gibt es in Deutschland Platz für die Erinnerungen der Opfer? Stimmt es inzwischen, dass man "über die schrecklichen Dinge bis in die Schuld- und Mit-schuldfrage endlich miteinander sprechen" kann, wie das Eugen Kogon schon 1979 hoffte?
- Wie sollten wir in Zukunft mit der Vergangenheit umgehen? Welche Konsequenzen sollten wir ziehen? Was bringen Denkmäler, Gedenkstätten oder Dokumentationszentren?
- Welche (öffentliche) Rolle kommt Jugendlichen bei der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und den in seinem Zeichen begangenen Verbrechen zu? Werden sie diese Rolle ausfüllen können? Nehmen die Jugendlichen von heute "die Geschichte ihrer Vorfahren in die Hand", wie das manchmal gefordert wird? Sollen oder wollen sie das überhaupt?
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